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Im Herbst 1976 entstand in der Gemeinde St. Martin ein neuer Fastenbrauch: An einem bestimmten Tag in der Woche kommt zur Hauptmahlzeit nichts als Reis - die einzige Nahrung vieler hungernder Menschen - auf den Tisch. Der durch diese einfache Mahlzeit eingesparte Betrag wird in einer Spardose gesammelt, für die Kinder in den Familien eine sinnvolle, sichtbare Geste des Verzichts für andere, die unverschuldet leiden. So wuchsen die Erwachsenen und die Kinder unserer Gemeinde ins geschwisterliche Denken, Danken und Teilen hinein. Das auf das Reistagskonto fließende Geld kam und kommt ohne jeden Abzug den Partnern in der Einen Welt zugute:
- dem Kinderheim Mbulahati in Dar-es-Salaam, Tanzania,
- dem Projekt Child in the sun für Straßenkinder in Dar-es-Salaam und
- der Gemeinde Santiago de Pupuja im Andenhochland von Peru
Das Kinderheim in Dar-es-Salaam verwendet das Geld vor allem für Nahrung und Pflege von etwa 100 Kindern im Säuglings- und Kindesalter und versorgt auch alte Menschen, Behinderte und Aids- und Leprakranke in der Umgebung.
Child in the sun ist ein Projekt, das in der Hauptstadt von Tanzania Straßenkindern eine Rückkehr in das normale Leben ermöglichen will durch behütetes Wohnen und Schul- und Berufsausbildung. Hier wird das Geld vor allem für den Bau von neuen Unterkünften, Gemeinschaftsräumen und den Ausbau von Werkstätten benutzt.
Die Pfarrgemeinde in Santiago de Pupuja, Peru investiert das Geld in die Pastoralarbeit (Ausbildung von Mitgliedern der Gemeinde als Pastoralarbeiter für die Gemeinde, Einkehrtage für Kinder u.a.), in den Bau von Brunnen und den Kauf von Saatgut.